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von Debbi

Kurz nach dem man am Anker angekommen ist, wird einem bewusst, dieses Konzert ist kein gewöhnliches. Große Werbebanner, bunte Fahnen und aufgeregte Menschen versammeln sich an diesem Dienstag, den 18. Mai vor dem Leipziger Konzertsaal und lassen etwas Außergewöhnliches erahnen. Der Radiosender Jump veranstaltet an jenem Abend ein Radiokonzert der besonderen Art. Florence + The Machine sind zu Gast in Leipzig und wollen die wenigen Gewinner der begehrten Karten glücklich machen.

Im Anker wird man dann festgehalten von den schimmernden Farben: Indirektes Licht, sowie mehrere von der Decke herabhängende Lichtsäulen schmücken den Raum in einer beeindruckenden Art und Weise.

Dass all dies perfekt zu Florence Welch und ihrer Band passt, bemerkt man nachdem Florence +The Machine, sehnsüchtig erwartet, kurz nach 9 die Bühne betreten.  Auf wenige Jubelprobeaufnahmen für die Kameras von Jump folgt eine bezaubernde Reise in das Land der rothaarigen Schönheit von der britischen Insel.

Mit einem cremefarbenen Kleid und einem langen Tuch bekleidet, schwebt sie auf die Bühne. Ihre Haare glänzen durch den gesamten Raum, wie auch die Augen des Publikums, welches in freudiger Erwartung auf das Konzert applaudiert und versucht einen Blick auf sie zu erhaschen.

Unwahr erscheint es, sie vor sich stehen zu sehen, ein Mensch, der authentisch in seinen Liedern über Liebe und den Alltag singt.

„Howl“ eröffnet den Traum, der mit seinen 45 Minuten eindeutig zu knapp erscheint.  Die Ehrlichkeit der Songs rührt zu Tränen: „I’m going down, I’m gonna drink myself today“ heißt es in „Hurricane Drunk“, ihrer 2. Single.

Der Song „Drumming Song“ steigert mit seinen wilden Trommeln die Stimmung. Anfangs trommelt Florence auf einer Trommel des Schlagzeugs im Hintergrund, und kurz darauf auf einer großen direkt neben ihrem mit Hortensien geschmücktem, goldglänzenden Mikrofon. Das Ganze entwickelt sich zu einer Art ekstatischen Trommeltanz-Aufführung.

Die ersten Zeilen des berühmten Liedes „You’ve got the love“ führen zum euphorischen Mitsingen des Publikums und der Song gestaltet sich zum Höhepunkt des Abends.

Nach dem 11. und letzten Stück „Rabbit Heart“ gibt sie ihre Bewunderer wieder frei in die verregnete Welt des Alltags - einen schillernden Eindruck hinterlassend, der lange bei den Zuschauern erhalten bleiben wird.

Für weitere Impressionen zu Florence + The Machine: http://florenceandthemachine.net/ und auch auf der Seite von Jump alles zu dem Konzert: http://www.jumpradio.de/static/event/inhalt/florence-and-the-machine.shtml